Das wichtigste Gebet ist das Gebet um die Beharrlichkeit bis zum Ende. Siehe hier

Freitag, 31. Oktober 2014

Ein chinesischer Seminarist und eine große Versuchung


Zum Kapitel Einheimischer Klerus dürfte folgende Mitteilung, die wir einem Brief des hochw. P. Hesse S.V.D. aus Jendschoufu entnehmen, nicht ohne Interesse sein.
Am 14. August erhielt der chinesische Seminarist Johannes Dschau von Bischof Henninghaus die niederen Weihen. Im Lauf des Vormittags besuchte er auch P. Hesse, um ihm für seine Assistenz bei der Weihe zu danken. Der Pater gratulierte ihm, dass er treu ausgehalten habe, während so viele seiner Mitalumnen wieder umgekehrt und anderen Berufen nachgegangen sein.

„Pater“, erwiderte der junge Mann, „du weißt nicht, wie viele Gefahren den Seminaristen drohen. Das sind alles junge Leute, leichte wankelmütig in ihren Entschlüssen, ohne große Erfahrung. Die Welt macht auf ihre Herzen so leicht tiefen Eindruck; das habe ich an mir selber erfahren. Als das Seminar 1900 in Kiautschou war, machten wir öfters Spaziergänge vor die Stadt. Da trafen wir auch deutsche Soldaten an, die sich mit uns in ein Gespräch einließen. Weil sie kein Chinesisch und wir kein Deutsch kannten, so examinierte mich der Sergeant im Latein: ich bestand die Prüfung nicht ganz gut, da ich damals erst fünf Jahre im Seminar war [es handelte sich wohl zunächst um ein Knabenseminar, wo erst später Latein gelernt wurde]. Dann zog er mir seine Uniform an, setzte mir den Helm aufs Haupt und sagte auf Latein: ‚Bleib doch nicht mehr im Seminar, komm zu uns; da trägt man eine schöne Uniform und kann Geld verdienen, das ist doch viel schöner und besser, als Seminarist sein…‘ Pater, das war eine große Versuchung für mich; aber ich danke Gott, dass ich sie ausgehalten habe.“

Mittags nahm der Neugeweihte im Speisesaal der Priester das Essen ein, zugleich mit dem hochw. Herrn Bischof und den Priestern, wie es an Weihetagen Sitte ist; er genierte sich nicht wenig, denn ein europäisches Besteck hatte er wohl noch nie in seinem Leben in der Hand gehabt, d. h. er hatte bisher immer mit seinen Essstäbchen gegessen.


(Aus: die katholischen Missionen, 1911)

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Ein Blindenheim in Bagdad


In den europäischen Ländern ist dank der vereinigten Bemühungen von Staat und Kirche für die Blinden gut gesorgt. Und doch ist hier die Blindheit verhältnismäßig nicht so häufig. Nach statistischen Erhebungen kommt in Frankreich, England, Russland und Deutschland durchschnittlich 1 Blinder auf 1100 Personen. Dagegen ist im Orient die angeborene oder durch schlimme Augenkrankheiten herbeigeführte Blindheit außerordentlich stark verbreitet. Nach dem Karmelitermissionär P. Leo Michael vom Heiligen Kreuz finden sich z. B. in Bagdad auf 145.000 Einwohner 4.000, und zwar kommt je ein Blinder auf 35 Moslemin, auf 111 Israeliten und auf 133 Christen. Und doch gibt es im türkischen Reich, soweit P. Leo erfahren konnte, nur drei Blindenschulen, in Konstantinopel, Jerusalem und Bagdad. 

In dieser Stadt unternahmen es die Karmeliter-Patres, den Unglücklichen die Wohltat einer Schulbildung zu verschaffen. 
P. Peter von der Mutter Gottes brachte aus Frankreich das Blindenalphabet mit erhöhter Schrift, System Braille, und Schreibbretter mit. P. Johann, heute Erzbischof von Bagdad und Apostol. Delegat für Mesopotamien, übertrug das Alphabet ins Arabische und lehrte zunächst einige christliche Blinde lesen, schreiben, rechnen und etwas Musik. Damit war die Blindenschule eröffnet. Die ersten Schüler wurden Lehrer und unterrichteten ihre Leidensgenossen. Das Werk zog die öffentliche Aufmerksamkeit und Teilnahme auf sich. Um die Anstalt noch besser in stand zu setzen, reiste P. Peter nach Frankreich und lernte die ganze Einrichtung eines Blindeninstituts dort kennen. Nun konnte auch in Bagdad das Programm erweitert und Handwerkskurse für Weberei, Wollkämmerei, Mattenflechterei, Korbflechterei mit Weiden und Stroh eröffnet werden. So lernen die Blinden ihr tägliches Brot gewinnen und zugleich einen nützlichen Beruf üben. 

Noch fehlte ein eigenes Heim für Frauen. Man wandte sich an die Öffentlichkeit, und Christen, Juden und Moslemin steuerten dazu bei. Die Mission selbst spendete trotz ihrer Schuldenlast 100 türkische Pfd. (etwa 1900 M.). So konnte ein eigenes Frauenheim mit Schlaf- und Arbeitssaal errichtet werden. Leider war es bisher noch nicht möglich, für dasselbe geschulte Schwestern zu bekommen.

(Aus: die katholischen Missionen, 1911)

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Der Priestermissionsbund


Nach neuester Schätzung gehören dem Missionsweltverband [unio cleri pro missionibus] der Priester 100.000–110.000 Mitglieder an. Das ist ein Heimatheer von gewaltiger Macht, wenn jeder Priester dem Grundgedanken des Bundes entsprechend durch Gebet und durch das Wort, durch Belehrung und Ermunterung das Missionswesen in seinem Wirkungskreis fördert. Und dies ist erst ein Bruchteil der Gesamtpriesterschaft der Welt. Von Monat zu Monat werden Tausende neuer Mitglieder gewonnen, und es steht zu hoffen, dass schließlich die Mehrheit der Priester dem Bund angehören wird, der dann als einfussreichste Heimatorganisation gelten kann.

(Aus: die katholischen Missionen, 1925)

Sonntag, 26. Oktober 2014

Das Klagelied eines „Missionsnarrs“

Christkönigsstatue in Kerala, Indien (Quelle)

Die 19 Jahrhunderte ihrer Geschichte hindurch hat sich die Kirche bemüht, den letzten Willen ihres Stifters: Gehet hin in alle Welt und lehret alle Völker – zu erfüllen. Niemals ist sie ihrer Aufgabe untreu geworden, und wenn unter der Ungunst der Zeiten ihre Anstrengungen zu erlahmen drohten, hat sie sich immer wieder aufgerafft und mit verjüngter Kraft das Werk der Heidenbekehrung aufgenommen. Ihre edelsten Söhne und Töchter haben dieser hehren Aufgabe ihr Leben geweiht, in allen Jahrhunderten und in allen Zonen, unter unsäglichen Mühen und Leiden, bis in den Tod getreu. Vor den Augen des Kundigen entrollt sich ein herrliches Gemälde von Glaubenseifer und christlichem Heldentum, geeignet, Herz und Sinn zu erheben und mit inniger Liebe zur Kirche, der Braut Christi zu erfüllen. Es ist zu bedauern, dass dieses großartige Bild dem katholischen Volk noch zu wenig bekannt ist.“ – P. Alfons Väth S. J. im Artikel „Missionsgeschichte“ des Jahrgangs 1925 der katholischen Missionen.

Zunächst einmal: was hat es mit dem Titel „Das Klagelied eines ‚Missionsnarrs‘“ sich? Ursprünglich war „Missionsnärrin“ (Wortspiel auf „Missionärin“) anscheinend eine Beleidigung, die die sel. Maria Theresia Gräfin Ledóchowska, die Gründerin der St. Petrus-Claver-Sodalität zur Förderung der afrikanischen Missionen, aufgrund ihres Missionseifers im Europa des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts über sich ergehen lassen musste. Es hat mich nie jemand so bezeichnet, dennoch wende ich diesen Namen für diesen Artikel auf mich selbst an, da auch ich dieses Desinteresse an dem glorreichsten Kapitel der Kirchengeschichte schmerzlich wahrnehme.

Die heutige Kirchenkrise wird von den wenigen Katholiken, die sich noch um die Kirche und ihren Glauben kümmern, ihren Ursachen und Hauptsymptomen nach unterschiedlich bewertet, wobei sich bestimmte Priester und Laiengruppen besonders der Wiederherstellung der alten Liturgie verschreiben, wie etwa Una Voce, und andere (wiederum wenige) die modernen Irrtümer in Schrift und Wort zu bekämpfen suchen, so z. B. die traditionellen oder konservativen Blogs, Zeitschriften usw. Oft überschneiden sich diese Gruppen natürlich. Auffällig dabei ist, dass die Mission und die  Bekehrung von Nichtkatholiken viel zu wenig thematisiert wird, und noch weniger, dass es einst eine blühende Missionsarbeit der Kirche gab, die um jeden Preis wieder restauriert werden muss, denn nur so wird man der Bekämpfung der Kirchenkrise in ihrem ganzen Umfang gerecht. Schließlich ist ein Hauptmerkmal dieser Kirchenkrise, dass sowohl die ewigen Wahrheiten von Tod, Gericht, Himmel und Hölle sowie die Tatsache, dass die katholische Religion die alleinseligmachende ist, aus dem Denken der Katholiken verdrängt wird.

Ich habe kürzlich einmal bei Google die Schlagwörter „katholische Missionen“ und „Catholic missions“ eingegeben. Raus kam größtenteils kaum etwas brauchbares, auf englischsprachigen Seiten wurden ständig Websites von Organisationen angeboten, die anscheinend mit unserer „Bahnhofsmission“ oder ähnlichen Einrichtungen vergleichbar sind. Knapp daneben ist auch vorbei. Eine weitere Suche unternahm ich auf dem Blog Rorate Caeli, der sich bekanntlich als größter traditioneller Nachrichtenblog versteht und darüber hinaus häufig Artikel über bestimmte Aspekte der Kirchenkrise bringt. Die Suche nach „missions“ brachte allerdings nur wenige verwertbare Treffer und kaum einen Artikel, der sich nur den echten, auf die größere Ehre Gottes und die Seelenrettung ausgerichteten Missionen und ihrem Untergang seit dem 2. Vatikanischen Konzil widmet, was für ein recht altes Blog mit einer starken Betonung der Kirchenkrise erstaunlich ist. Anscheinend vermisst kaum jemand diese Missionen, was nicht schwer nachzuvollziehen ist, schließlich war und ist die Missionsgeschichte den Katholiken kaum bekannt, wie schon P. Alfons Väth S.J. in dem Eingangszitat beklagte, allerdings gilt dies für das Jahr 1925 deutlich weniger als für das Jahr 2014.

Kürzlich erschien in dem Monatsheft einer großen traditionalistischen Gemeinschaft ein Artikel über Märtyrer. Lobenswert war dabei die Erwähnung der Märtyrer des spanischen Bürgerkriegs, der religiösen Verfolgung in Mexiko und der Sowjetzeit. Jedoch fehlte völlig der Bezug auf die Märtyrer in den Heidenmissionen, wobei diese sicher einen großen Teil der Katholiken ausmachen, die für den Glauben gestorben sind. Beispielsweise geht man bei den Christenverfolgung (Christ = Katholik) in Vietnam und Japan im 16. und 17. Jahrhundert von sechs- bzw. siebenstelligen Opferzahlen aus. So verstrich wieder eine Gelegenheit, den Gläubigen dieses wichtige Thema nahezubringen. Und so zahlreich sind die Möglichkeiten, die Priester verstreichen lassen, die Gläubigen über dieses Thema aufzuklären. So hörte ich dieses Jahr eine Predigt über den hl. Vinzenz von Paul, wo auch die von ihm gegründete Gemeinschaft, die Lazaristen, erwähnt wurde. Mit keiner Silbe würdigte der Prediger in seiner Ausführung über diese Kongregation die umfangreiche Missionstätigkeit, die sie in China, Äthiopien, Madagaskar oder Costa Rica entfaltete und das auch noch, obwohl sie offiziell Congregatio Missionis, die Kongregation der Missionen, heißt. Leider war dieses Erlebnis keine Ausnahme. Seit meiner Bekehrung im Jahr 2010 habe ich bei kaum einer Predigt überhaupt eine Andeutung zur Mission gehört.

All das könnte man ja noch unter Geschmack, Vorlieben und persönlichem Interesse abbuchen, wenn da nicht die unleugbare Tatsache der allgemeinen Missionspflicht wäre, die besonders im frühen 20. Jahrhundert häufig und deutlich hervorgehoben wurde. So wurde dieses Thema damals in einzelne Katechismen aufgenommen, Bischöfe hielten Vorträge darüber und eifrige Laien, wie Aloys Fürst zu Löwenstein richteten auf Katholikentagen flammende Aufrufe an den Klerus, die vielen Seelen in den Heidenländern nicht zu vergessen, die sonst verloren gingen. 

Besonders aber waren sich die Päpste ihrer großen Pflicht und Verantwortung für die Rettung der Seelen bewusst. Man denke nur an die Missionsenzykliken und Apostolischen Schreiben von Leo XIII. (Sancta Dei Civitas, Catholicae Ecclesiae) oder Benedikt XV. (Maximum Illud) oder die ergreifende Predigt von Papst Pius XI. an Pfingsten 1922. Jedem der Päpste von Leo XIII. bis Pius XI. wurde der Titel „Missionspapst“ beigelegt, und das ganz zu recht, denn in ihren Regierungszeiten nahmen die Missionen einen erstaunlichen Aufschwung. Pius XI. wollte noch mehr tun als sein Vorgänger, Benedikt XV., um dieses Titels noch würdiger zu sein. Unter den heutigen Umständen scheint das alles fast wie ein Märchen, das zu schön ist, um wahr zu sein.

Abschließend möchte ich sagen, dass jedem Katholiken, dem an seinem Glauben und seiner Kirche gelegen ist, die Mission nicht gleichgültig sein darf. Kein Laie muss sich ins nächstbeste Flugzeug nach Afrika oder Asien setzen, um den Glauben predigen; dennoch sollte er der Missionspflicht je nach Fähigkeit mit Almosen an Organisationen, die wirklich noch den wahren Glauben verbreiten wollen, Gebet sowie Aufklärung über die Missionsgeschichte und Förderung von (Missions-)Berufungen in der eigenen Familie nachkommen. Das ist alles nicht meine Privatmeinung, sondern das, was eifrige Priester, Bischöfe und Päpste früher den Gläubigen ans Herz gelegt haben. Auch wenn man sich besonders einem bestimmten Glaubensthema widmet, darf doch nie der letzte Wille unseres Königs Jesus Christus: Gehet hin in alle Welt und lehret alle Völker aus den Augen gelassen werden. Schön brachte es P. Robert Streit O.M.I. auf den Punkt, als er 1928 schrieb:

„Unsere Zeit ist das Missionsaufgebot der elften Stunde. Um ihre große Missionsaufgabe zu erfüllen, hat die Kirche jedes Herz und jede Hand notwendig. Die katholische Weltmission rechnet auch auf dich. Willst du müßig dastehen den ganzen Tag?“

Samstag, 25. Oktober 2014

Großartiger eucharistischer Kongress in Mexiko


Die eucharistische Woche in der Hauptstadt Mexikos, 4 bis 10. Oktober 1924, kann Veranstaltungen ähnlicher Art in anderen Ländern würdig an die Seite treten. Unter südlicher Prachtentfaltung und mit einer Begeisterung, deren nur der bewegliche Südländer fähig ist, jubelte hier das wahre Mexiko, das von gottesfeindlichen Machthabern häufig so schwer vergewaltigte katholische Volk, seinem eucharistischen Heiland entgegen.

Ein Jahr lang bereiteten Ausschüsse in allen Bistümern die großen Tage vor. Alle Städte bis zu den kleinsten Dörflein herab hatten ihren eucharistischen Tag, um die Mittel für eine möglichst glänzende Veranstaltung zu sammeln. Die Hauptfeier fand naturgemäß in der Stadt Mexiko statt; aber das ganze Land feierte mit, und die Bischöfe der kleinen mittelamerikanischen Freistaaten bekundeten ihre Teilnahme durch Glückwunschschreiben und Entsendung von Vertretern.

Ein erhebendes Schauspiel leitete am 4. Oktober den Kongress ein. Von 6 Uhr morgens bis 2 Uhr nachmittags pilgerten 100.000 Kinder zur Wallfahrtskirche U. L. F. von Guadalupe, dem Nationalheiligtum Mexikos und Mittelamerikas. Festlich geschmückt zogen die Kinderscharen unter Gesang in die Kirche, wo sie der hl. Messe beiwohnte und einer Predigt lauschten, um dann singend wieder heimzukehren, anderen Kinderscharen Platz machend. Auch der 1. Kongresstag, der 5 Oktober, war ein Tag der Kinder, die in ihren Pfarrkirchen zum Tische des Herrn schritten. Am Nachmittag wurde sodann der Kongress in Gegenwart von 25 Bischöfen, von Vertretern der Kapitel aller Bistümer und der katholischen Verbände unter ungeheurem Andrang des Volkes in der Kathedrale von Mexiko feierlich eröffnet. Es fand zunächst die Segnung der goldenen, im Schmuck der Edelsteine prangenden „Sühnemonstranz“ statt, zu deren Kosten ganz Mexiko begeistert beigesteuert hatte. In ihr wurde während der Woche das Allerheiligste Tag und Nacht zur Verehrung ausgesetzt. 

Die Feier eines jeden Tages eröffnete ein Pontifikalamt unter Assistenz aller übrigen Bischöfe. Am Montag huldigten die Arbeiter ihrem Heiland. Am Dienstag waren es die mittleren und höheren Stände, wobei im Hochamt ein Riesenchor von 4000 Kindern die Choralmesse sang. Am Nachmittag versammelten sich die Priester, desgleichen die Frauenbünde zu wichtigen Beratungen. In der ersten öffentlichen Generalversammlung am Abend lauschten im Narcissustheater 10.000 Personen den feurigen Ansprachen und kirchenmusikalischen Darbietungen und empfingen am Schluss von dem in der Mitte des Raumes aufgeschlagenen Altar aus den eucharistischen Segen. Nachdem am Mittwoch die Drittordensmitglieder und am Donnerstag die Frauen dem Heiland gehuldigt hatten, folgte am Donnerstagabend die zweite öffentliche Versammlung. Hier wurde unter begeisterter Zustimmung die Bitte um die Seligsprechung Pius X., des Papstes der hl. Eucharistie, zum Beschluss erhoben. In der Nacht auf den Freitag hielten die Bischöfe und Priester die Ehrenwache vor dem Allerheiligsten. Am Freitag den 10. Oktober kam nach der Generalkommunion verschiedener Vereine unter großen Feierlichkeiten der Kongress zum Abschluss.

Die mächtige Glaubenskundgebung hat wieder gezeigt, dass das mexikanische Volk im Herzen gut katholisch ist. Sollte es ihm nicht auch gelingen, die Gewaltherrschaft der Christenfeinde zu stürzen und in der Schule wie im öffentlichen Leben die Religion Christi zur Geltung zu bringen?

(Aus: die katholischen Missionen, 1924)

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Ein Hoch auf die Missionsschwestern

Die Schwestern von Molokai mit den aussätzigen Mädchen (die hl. Marianne Cope ist wohl die erste Schwester von links)

Die Missionsschwester ist die helfende Liebe im Dienste der Mission. Überall, wo erbarmende, tröstende und unterweisende Liebe auf dem Missionsfeld notwendig ist, da ist auch der Platz der katholischen Missionsschwester. Sie ist der Engel der Barmherzigkeit, der helfend und tröstend in die Not und das Elend der Heidenwelt hinabsteigt. Sie ist der Engel der guten, frohen Botschaft, der Erlösung und Heil dem geknechteten Frauengeschlecht in den Heidenländern verkündet. Sie ist der lichte Engel der Reinheit, der rettend und aufrichtend durch die Nacht und den Sumpf des Heidentums schreitet. In der katholischen Missionsschwester schaut und bewundert die Welt die Majestät der christlichen Liebe.
Das harte Missionskreuz, von zarten Frauenhänden getragen, der schwere Missionskampf, von starken Frauenseelen geführt, das große Missionsopfer, von heldenmütigen Frauenherzen gebracht – das ist Heldentum, das nur in der Weltmission der katholischen Kirche zu sehen ist. Die Missionsschwester ist die zarte, duftende Blüte des katholischen Weltapostelwerkes.


(Aus: P. Robert Streit O.M.I.: Die Weltmission der katholischen Kirche. Zahlen und Zeichen auf Grund der Vatikan. Missionsaausstellung 1925, Verlag der Oblaten, Hünfeld, 1928)

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Ein herzliches Vergelt's Gott...

...an dieser Stelle an Galahad bei Gloria TV für die zahlreichen Links auf mein Blog, seitdem hat meine Leserzahl deutlich zugenommen!